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Blu-ray Disc Spotlight: MOON [UK]

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Flag: The Movie Director’s Cut Blu-ray Disc Review

Flag: The Movie Director’s Cut – Japan 2007

Flag spielt in der fiktiven asiatischen Republik Uddiyana, die seit Jahren von einem blutigen Bürgerkrieg geplagt wird den selbst die entsandten UN Friedenstruppen nicht eindämmen können. Erst als die junge Reporterin Saeko zufällig ein Foto davon schießt wie Zivilisten und Soldaten gemeinsam eine improvisierte Friedensflagge hissen und dem Konflikt damit ein Symbol verleiht, schöpft die Bevölkerung Hoffnung. Kurz darauf wird die symbolträchtige Flagge jedoch von religiösen Extremisten gestohlen, die hoffen daß ohne dieses Symbol die Friedensverhandlungen im Sande verlaufen. Um die Flagge zur Unterzeichnung eines Waffenstillstands-abkommens zurück zu gewinnen, entsendet die UN eine mit HAVWCs (moderne Kampfroboter) ausgestattete Spezialeinheit die von Saeko als interne Berichterstatterin auf ihrer Mission begleitet wird.
Flag: The Movie ist (wie der Name schon vermuten lässt) die auf knapp 100 Minuten zusammengestampfte Fassung der gleichnamigen, 13-teiligen TV Serie über dessen US Artbox von Bandai Entertainment ich mich bereits vor gut zwei Jahren ausgelassen habe. Wie in der Serie werden sämtliche Einstellungen entweder durch das Auge einer der vielen Kameras oder durch Standbilder aus dem aktuellen Konflikt präsentiert, was das ganze wie eine Dokumentation wirken lässt die den Zuschauer zusammen mit Saeko in das Kriegsgeschehen einbezieht.
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Ponyo on the Cliff by the Sea Review

Ponyo on the Cliff by the Sea (Gake no ue no Ponyo) – Japan 2008
Eigentlich habe ich ja ein bisschen Abstand zu Reviews genommen, aber da ich in den letzten Jahren (erster Beitrag im März 2007) so viel über Ponyo on the Cliff by the Sea berichtet habe dachte ich mir es wäre nur angemessen, daß ich nach der ersten Sichtung ein paar Worte verliere. Leider muß ich sagen, daß Hayao Miyazakis aktuelles Werk mich nach all der Vorfreude nicht komplett begeistern konnte und etwas zwiegespalten zurück lässt.
Zwar gibt es über die gesamte Laufzeit hinweg reichlich wunderbar bewegende Szenen mit den herzallerlieben Charakteren (besonders Ponyos menschliche “Lernphase” dürfte selbst dem schlechtesten Menschen ein verzückendes Lächeln aufs Gesicht zaubern) und auch in Sachen Animationsqualität und Detailverliebtheit hat sich Studio Ghibli mal wieder selbst übertroffen und den eigenen Stil konsequent weiterentwickelt, doch irgendwie konnte ich beim Auftauchen des Abspanns ein “Wie, das wars jetzt?” Gefühl nicht unterdrücken. Zu abrupt endet die wohl bewußt simpel gehaltene Geschichte bei der sich Ponyo (in meinen Augen die perfekte Mischung aus Totoro und Mei) und ihr neuer Menschenfreund Sosuke ab der Mitte des Films ohne Gefahren, Konflikte oder größere Charakterentwicklung ihrem wohl auch selbst unbekannten Ziel entgegenpaddeln.
Ein bisschen bitter stößt auch auf, daß all das entstandene Chaos im Gegensatz zu den meisten anderen Miyazaki Werken für die rebellische Verursacherin Ponyo ohne Konsequenzen bleibt bzw. sie sogar ohne große Eigenleistung (nur knuffig sein zählt nicht) dafür belohnt wird. Wobei der Großteil der akut Betroffenen (Ponyos Vater, über den ich gerne mehr erfahren hätte mal ausgenommen) auch überraschend locker der eigentlich katastrophalen Lage und der möglichen Zerstörung der Welt umgehen, muss wohl Ponyos unwiderstehlich zuckersüße Aura sein…
Insgesamt ist Ponyo aus diesen Gründen leider ‘nur’ gute Unterhaltung für vorwiegend jüngere Zuschauer geworden, dürfte Fans von Miyazakis älteren Meisterwerken (Spirited Away und davor) aber relativ unbefriedigt zurücklassen da hier einfach die Tiefe, Vielschichtigkeit und irgendwie auch das gewisse Etwas das über eine Anreihung von schönen Einzelszenen hinaus geht fehlt, die seine Filme so besonders mach(t)en.
So schafft Ponyo leider nicht den Sprung in meine persönliche Miyazaki Top 5 (ohne Reihenfolge: Nausicaä, Mononoke-Hime, Totoro, Laputa, Chihiro), dürfte sich aber trotzdem gut zum “Anfüttern” einer neuen jungen Zielgruppe eignen. Wenn der Film also hierzulande doch noch in die Kinos kommen sollte, unbedingt die kleinsten Verwandten mitnehmen…

Trailer, Poster und mehr zu Ponyo…

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Kurzreview: Sword of the Stranger US Blu-ray Disc

Kurzes Review zu Bandai Entertainments US Blu-ray Disc Veröffentlichung von Sword of the Stranger (Mukoh Hadan), da meine BD heute morgen überpünktlich vor dem Erscheinungstermin am 16. Juni eingetrudelt ist. Im Gegensatz zu Bandai Entertainments erster, leider etwas suboptimaler Blu-ray Disc Veröffentlichung Ghost in the Shell: Innocence wurde hier auf einen Regionalcode verzichtet, es kann also fleißig (vor)bestellt werden ohne auf die angekündigte Region B BD von Beez warten zu müssen.
Ebenfalls erfreulich ist, daß Bandai diesmal sowohl den japanischen Originalton als auch die englische Synchro als verlustfrei komprimierte Dolby TrueHD 5.1 Spur beigepackt hat, die sich besonders beim grandiosen Showdown zu Naoki Satos Soundtrack und den Kampfszenen bemerkbar macht. Bei den englischen Untertiteln kann man wählen ob alle Dialoge, nur Texte und Schilder oder garnichts übersetzt werden soll was besonders die Freunde der englischen Synchro freuen dürfte.
Auch in Sachen Bildqualität kann Masahiro Andos Abenteuer überzeugen, sowohl die Charaktere als auch die teilweise an Gemälde erinnernden Hintergründe und Landschaften wurden knackescharf auf BD gebannt. Ein besonderer Augenschmaus sind (wie erwartet) die zahlreichen Kämpfe bei denen die Zeichner von Studio Bones richtig die Muskeln haben spielen lassen und die in Sachen Choreograhpie und Animationsqualität die Messlatte im Animebereich um ein gutes Stück angehoben haben dürften. Das Bild ist quasi frei von Kompressionsartefakten und Bandingeffekten, die besonders bei Animationsfilmen auf BD ja sonst gerne mal auftreten.

Als Kostprobe habe ich 40 Screenshots im Asian Blu-ray Guide abgelegt.
An Extras gibt es mehrere Interviews und japanische Presseauftritte (HD), diverse Trailer und TV Spots (SD & HD) zum Hauptfilm sowie einen dreiminütigen Pilotfilm (HD).
Insgesamt hat sich Bandai Entertainment hier nicht lumpen lassen und eine ordentliche Blu-ray Disc Veröffentlichung vorgelegt, welche sich vor der japanischen Veröffentlichung (außer vielleicht in Sachen Verpackung) nicht verstecken braucht.

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An Empress And The Warriors: Review

An Empress And The Warriors – China/Hong Kong 2008
An Empress And The Warriors aka Prinzessin Feiers lauwarmer Sommertraum hat auf dem Papier eigentlich alles, was ein epischer Historienfilm über ein chinesischen Königreiches so braucht, intrigante Generäle, eine Prinzessin die zwischen Liebe und Thron hin und her gerissen ist sowie ordentliche Massenschlachten mit einem langhaarigen Donnie Yen als führenden General.
Schade nur, daß das ganze schon nach wenigen Minuten unsanft auf der Schnauze landet. Die an sich schon seichte Geschichte über die unfreiwillige Thronfolgerin Yen Feier (Kelly Chen), die sich auf der Flucht vor den Attentätern ihres eifersüchtigen Cousins in den einsam im Wald lebenden Krieger Duan Lan-quan (Leon Lai) verliebt und für ihn ihr Königreich sowie ihren getreuen General Muyong Xuehu (Donnie Yen) aufgibt, wird leider nicht sonderlich spannend erzählt und zieht sich trotz der kurzen Laufzeit von nichtmal 100 Minuten unnötig.
Die im Trailer versprochenen Schlachten sind zwar mit (für meinen Geschmack fast schon unpraktisch) prächtig ausgestatteten Kriegern und den, etwas an Gladiator erinnernden, Streitwagen episch inszeniert, bleiben jedoch in Sachen Durchschlagskraft und Emotionen hinter den etwas kleineren Schlachtszenen von The Warlords zurück. Auch wenn man sich bei Empress die Mühe gemacht hat einen ordentlichen eigenen Soundtrack zu komponieren und nicht in die Pirates of the Carribbean Musikkiste gegriffen hat.
Ebenfalls flach bleiben die Charaktere, allen voran Prinzessin Feier die innerhalb weniger Filmminuten von der fürsorglichen Prinzessin dank Donnie Yens Training in bester Rocky Trainingsmanier zur Kriegerprinzessin mutiert, nur um sich mit trotzigen Blick in ihren einsamen Retter zu verlieben und mit ihm ballonfliegenderweise eine Ballade anzustimmen. Schade nur, daß man Kelly Chen keine der Rollen abnimmt, irgendwie passt die Frau nicht in die dargestellte Epoche und wirkt ständig wie ein Fremkörper um den alle anderen Charaktere nur herum spielen.
Donnie Yen Fans dürften ebenfalls wenig Freude an ihrem MMA Idol haben, auch wenn der seine Rolle als ewig treuer und grimmig dreinschauender General besser spielt als Chen ihre Prinzessin, bleibt er deutlich hinter seinen (kampftechnischen) Möglichkeiten und darf lediglich in den letzten Minuten (von seiner Rüstung befreit) ein paar Ärsche treten.

Insgesamt also mehr als lau was Regisseur Ching Siu-tung und sein Team als ihren Beitrag zur großen Flut der chinesischen Historienschinken hier abgeliefert haben, vielleicht hätte man das ganze auch von Anfang an als mittelalterliche Liebesdrama anstelle eines Geschichtsepos verkaufen sollen. Dann allerdings mit einem passenden Ersatz für Kelly Chen und ohne Donnie Yen, damit bei Actionfans erst garkeine Hoffnungen geweckt werden.

Mehr Beiträge zu An Empress And The Warriors
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An Empress and the Warriors im Asian Blu-ray Guide

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CJ7: Review

CJ7 – China/Hong Kong 2008
CJ7Rund vier Jahre nach Kung Fu Hustle nimmt Regisseur, Drehbuchschreiber und Hauptdarsteller Stephen Chow Abschied von der vertrauten Slapstickcomedy und unternimmt einen Ausflug in die seichte Familienunterhaltung.
Chow spielt wie so oft einen mittellosen, aber von Grund auf ehrlichen Loser, der seinem Sohn Dicky (Xu Jian) durch tägliche Schufterei auf einer chinesischen Großbaustelle den Besuch einer teuren Privatschule ermöglicht. Aufgrund seiner abgetragenen, meist vom Sperrmüll stammenden Kleidung und seines schmuddeligen Auftretens wird Dicky dort jedoch von seinen Mitschülern gehänselt und von Lehrern schikaniert. Als das ändert sich jedoch, als sein Vater ihm vom Schrottplatz ein Spielzeug mitbringt, daß sich als außerirdischer Schoßhund entpuppt der über außergewöhnliche Kräfte verfügt.

Och Mensch, was sollte das denn bitte Stephen? Ich musste mich wirklich zusammenreißen um CJ7 komplett in einer Sitzung durchzuschauen und das Gähnen dabei zu unterdrücken. Alles was ich an Stephen Chow Filmen liebe, die übertriebenen aber von trotzdem perfekt inszenierten Slapstickeinlagen inklusive Grimassenschneiden und Wirework Kampfeinlagen, die zum Schreiben komischen Gags bei denen man entweder den Kopf schüttelt oder lachend vorm Sofa liegt, wurde in CJ7 auf ein absolutes Minimum reduziert und versucht die Lücken mit Szenen des ach so süßen Gummipokemon aus dem Rechner All zu stopfen.

Dadurch bleibt die menschliche Komponente, welche die unübersehbare Vorlage E.T. ausgemacht hat auf der Strecke, was sich auch in den, selbst für einen Chow Film erschreckend flachen Charakteren zeigt die sich durch die vorhersehbare Handlung von einer Effektszene zur nächsten hangeln. Selbst die Filmparodien wirken hier eher aufgesetzt und lassen, wenn überhaupt nur das Special Effekts Team hinter den Kulissen glänzen, das trotz des offenbar geringem Budgets wohl mehr Zeit in die Effekte investiert hat als Chow für seine Gags oder die Ausarbeitung der Charakterbeziehungen.

Für mich hat CJ7 auf keiner Ebene funktioniert, aufgrund von zu wenig guten Gags weder als Stephen Chow Komödie noch als Vater-Sohn (bzw. eigentlich Tochter) Geschichte fürs Herz, da hier einfach zu viele Dinge nicht zueinander passen wollen. Allenfalls kann der Film als nette “A Boy and his (Magic) Dog zeigen es den fiesen Mitschülern” Komödie für die jüngere Zielgruppe unterhalten, aber nach der langen Zeit hatte ich von Stephen Chow doch einiges mehr erwartet.

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Sukiyaki Western: Django: Review

Sukiyaki Western: Django – Japan 2007
Sukiyaki Western: DjangoMit Sukiyaki Western: Django liefert Regisseur und Quergeist Takashi Miike seine Hommage an das Italowestern Genre als Potpourri aus frischen Ideen, abgedrehten Charakteren und Augenzwinkern im Dauerfeuer.
Die Hintergrundgeschichte dürfte auch weniger großen Fans von Western bekannt vorkommen. Ein abgelegenes Dorf wird von den Banden zweier altverfeindeter Familienclans, den in rot gekleideten Genji sowie den weißen Heike besetzt. Beide Clans vermuten einen Goldschatz unter dem, von den Einwohnern inzwischen fluchtartig verlassenen Dorf und lieferten sich monatelang blutige Kämpfe bis es auf beiden Seiten nur noch wenige Überlebene gibt. Hier kommt (genretypisch) der mysteriöse namenlose Revolverheld ins Spiel, der mit seinen Waffenkünsten das anhaltende Gleichgewicht der Mächte entscheidend beeinflussen könnte und deshalb von beiden Clans umworben wird. Dazu kommen noch einige Nebengeschichten mit Romeo und Julia Anleihen, Geheimwaffen, alternden Revolverheldinnen, britischen Rosenkriegen und bleihaltigen Geschlechtsoperationen.

Um das größte Thema gleich aus der Welt zu schaffen: Ja, die englischen Dialoge der japanischen (sowie des einen US) Schauspieler(s) sind schwer zu verstehen und man merkt, daß die wenigsten gewusst haben dürften was sie da eigentlich von sich geben. Miike war sich dessen wohl auch bewußt und so kann man der Rahmenhandlung auch dann noch folgen, wenn man nur rund 70% der Dialoge, die oft eh nur aus Flüchen oder One-Linern aus dem Cowboyhandbuch bestehen versteht. Der Rest ergibt sich mehr oder weniger aus dem Kontext und so hat man nach einigen Minuten wenig Probleme damit dem seltsamen Singsang, der seinen Teil zum Charme des Films beiträgt zu folgen. Besonders wenn der Anführer der Genji anfängt Shakespear vorzutragen (kurz nachdem er von seinen Untertanen fordert ihn Henry zu nennen) oder der schizophrene Dorfsheriff in bester Gollummanier mit sich selbst streitet kann ich mir nicht vorstellen daß das bei japanischen Dialogen mit Untertiteln den gleichen Effekt auf den Zuschauer (nämlich Dauergrinsen) gehabt hätte.

Man merkt den Schauspielern auch deutlich an, daß sie Spaß an der ganzen Sache hatten, egal ob sie vor offensichtlichen Pappkulissen agieren oder sich (für Miike Verhältnisse ungewöhnlich) relativ unblutige Feuergefechte liefern. Zumindest bei mir ist der Funke übergesprungen und so kann ich dem Film auch einige Längen verzeihen, die im späteren Handlungsverlauf auftreten und bei denen man merkt daß hier vielleicht fast schon zu viele Ideen und Verneigungen vor Genreklassikern verarbeitet werden wollten. Insgesamt hält Sukiyaki Western Django was der Vorspann mit einer Kamerafahrt durch einen Sukiyaki Eintopf verspricht, eine technisch einwandfreie Mischung mit vielen guten Einzelszenen und Situationskomik als Fleischstücke, eine ausreichende fesselnde Handlung als Füllmaterial sowie die anschließende Portion verquirltes Ei als das besondere Etwas an das man sich erstmal gewöhnen muss. Für das absolute Highlight des bisherigen Videojahres, das sicherlich noch öfter seinen Weg in den Player finden wird.

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