Beiträge mit dem Tag Isao Takahata

Meine Nachbarn die Yamadas auf Blu-ray Disc

Ooops, da habe ich gestern im Freudentaumel doch glatt eine weitere Blu-ray Disc Ankündigung von Studio Ghibli übersehen.
Neben Laputa: Das Schloss im Himmel wird am 22. Dezember auch Isao Takahatas Meine Nachbarn die Yamadas (Houhokekyo Tonari no Yamada-kun) ihre hochauflösende Premiere auf Blu-ray Disc in Japan feiern.
muhootsaver bzw. AV Watch hat auch schon die Specs zu der Scheibe ausgebuddelt:
Audio: Japanisch, Deutsch, Englisch, Koreanisch, Mandarin
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Chinesisch
Yamadas ist einer der wenigen Ghibli Filme den ich noch nicht gesichtet habe, von daher freut es mich natürlich daß ich den Film gleich in bester Qualität ins Haus kriegen kann. Ursprünglich sollte der Film einigen Gerüchten zufolge der erste werden, den Ghibli auf Blu-ray Disc veröffentlicht.

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Erste Details zum neuen Studio Ghibli Anime Taketori Monogatari/Kaguya Hime no Monogatari

Asian Movie Pulse hat erste Details zum nächsten Animationsfilm aus dem Hause Ghibli in Erfahrung gebracht. Da Hayao Miyazaki nach Ponyo ja erstmal eine (laut AMP nur kurze) Pause einlegt, macht sich diesmal Isao Takahata zehn Jahre nach My Neighbours the Yamadas diesmal ans Werk.
Als Vorlage soll Taketori Monogatari (Die Geschichte vom Bambusschneider oder Die Legende der Mondprinzessin) dienen, eine der ältesten japanischen Volksweisen aus dem zehnten Jahrhundert die bereits mehreren (Anime)werken als Vorlage/Inspiritation diente. Hier die Handlung der Weise aus Wikipedia:

Ein kinderloser Bambusschneider findet während seiner Arbeit im Wald ein Baby, das etwa die Größe seines Daumens hat. Er und seine Frau nehmen das Mädchen auf und ziehen es groß. Sie geben ihr den Namen Kaguya-hime.

Als es erwachsen ist, wird es für seine Schönheit weit bekannt, und viele Verehrer wollen sie heiraten. Fünf von ihnen stellt sie jeweils eine Aufgabe, die sie lösen sollen.
Der Erste Prinz Ishizukuri soll die Schale des Buddha finden. Dem Zweiten Prinz Kuromochi wird aufgetragen, einen legendären Ast auf dem Berg Hōrai zu finden, der aus Gold besteht und mit Edelsteinen behängt ist. Der Dritte Udaijin Abe no Miushi wird auf die Suche nach dem Fell der Feuerratte geschickt. Der Vierte Dainagon Ōtomo no Miyuki soll das Drachenjuwel finden, das in einer Drachenstirn steckt. Der Fünfte Chūnagon Isonokami no Marosoll den Talisman der leichten Geburt (meist als Muschel beschrieben) finden.

Jeder der fünf kann die ihm aufgetragene Aufgabe nicht erfüllen, und so bleibt Kaguya unverheiratet. SPOILER: Eines Nachts jedoch fängt sie beim Anblick des Mondes an zu weinen und erzählt ihren Eltern, dass sie vom Mond auf die Erde geschickt wurde. Nun müsse sie wieder zurück. Daraufhin werden Wachen um das Haus aufgestellt, doch sie können nicht verhindern, dass Kaguya zur Mondhauptstadt (月の都, Tsuki no miyako) zurückkehrt. Zuvor aber bedankt sie sich bei ihren Eltern, dass sie sie mit Liebe und Respekt aufgezogen haben.

Wie sehr sich Isao Takahata an die in Japan sehr bekannte Vorlage halten wird ist noch nicht klar. Hayao Miyazaki hat sich bei Ponyo (der in Deutschland übrigens als Ponyo das verzauberte Goldfischmädchen vermarktet wird) ja auch von Hans Christian Andersen inspirieren lassen und trotzdem etwas sehr eigenständiges präsentiert.
Update: Laut CrystalFalls in den Kommentaren wurden diese Details bereits im August bei GhibliWorld verkündet.

[via Asian Movie Pulse & GhibliWorld]

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Pom Poko

Pom Poko [平成狸合戦ぽんぽこ] – Japan 1994
Pom PokoPünktlich zur deutschen DVD Veröffentlichung hat die HK DVD von Pom Poko ihren Weg in meinen DVD Player gefunden. Pom Poko erzählt die Geschichte zweier Marderhundgemeinden, deren gemeinsamer wäldlicher Lebensraum durch den Bau einer neuen Wohnsiedlung in der Nähe von Tokyo bedroht wird. Während sich die Gruppen anfangs noch gegeneinander um die knapper werdenden Lebensräume bekriegen, versöhnt die Stammesälteste Oroku die hitzköpfigen Anführer und so vereinen sich beide Gruppen im gemeinsamen Kampf gegen die vorrückenden Bautrupps der Menschen. Hierfür setzen die Tiere magische Fähigkeiten ein, mit deren Hilfe sie ihre Form und Erscheinung beliebig verändern können (Links dazu am Ende des Beitrags). In Form von Geistergestalten und Menschen verursachen die Tiere Unfälle auf der Riesenbaustelle, wobei es auch zu Todesfällen unter den Bauarbeitern kommt. Als diese Aktionen nicht den gewünschten Erfolg bringen, entschließen sich die Tiere unter der Führung herbeigerufener Weisen aus anderen Marderhundkolonien mit gemeinsamen Kräften ganz Tokyo ihren Mißmut über das Bauprojekt in Form einer riesigen Geisterparade (mit Gastauftritten diverser Ghibli Charaktere) mitzuteilen.


Pom Poko entstand unter der Regie von Miyazaki Busenkumpel und Studio Ghibli Mitbegründer Isao Takahata und ist für einen Ghibli Film etwas ungewöhnlich ausgefallen. Wirklich begeistern konnte mich der Film leider nicht, die Geschichte kommt zwischen der diversen, sehr unterhaltsam dargestellten Attacken der verwandelten Tiere und den nachträglichen Siegesfeiern bei fast 120 Minuten Laufzeit nie so wirklich vorran. Die einzelnen Charaktere werden leider kaum ausgebaut und auch die eingestreute Liebesgeschichte (die dem Film wohl zusammen mit dem faltbaren Riesenhoden der Tiere [YouTube Clip] ein R Rating in den USA eingebracht hat) tritt auf der Stelle und wird nicht weiter fortgeführt. Interessant hingegen waren die vielen Andeutungen auf buddhistische Traditionen, die vielfältige und skurrile japanische Sagen- und Geisterwelt und die Seitenhiebe auf die moderne japanische Gesellschaft. Zusammen mit dem unbefriedigenden Ende und der stellenweise mit dem Holzhammer vermittelten Ökobotschaft ist Pom Poko nach Das Königreich der Katzen für mich der bisher schwächste Film aus den Ghibli Studios.

Begleitende Links
Religion in JapanNausicaa.net FAQ
Pom Poko TrailerIMDb

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