Flash Point [???] – Hong Kong 2007
Flash Point ist die dritte Zusammenarbeit zwischen Regisseur Wilson Yip und Donnie Yen nach dem vielgelobten SPL: Sha Po Long [IMDb] und der HK Mangaumsetzung Dragon Tiger Gate [IMDb]. Wie bei allen Kooperationen der beiden, ist auch hier die Hintergrundgeschichte schnell erzählt. Yen spielt den knallharten Polizisten Ma Jun, der mittels Muskelkraft höchst erfolgreich, jedoch von seinen Vorgesetzten oft angemahnt, Verbrecher zur Strecke und dabei oft auch ins Krankenhaus bringt. Yens Freund und Partner Wilson (überzeugend gespielt von Louis Koo) ist unterdessen Undercover in einem von drei thailändischen Brüdern geführten Verbrechersyndikat unterwegs, die in einen blutigen Bandenkrieg mit den Hong Kong Triaden verwickelt sind. Als einer der Brüder nach einer wilden Verfolgungsjagd verhaftet wird, soll Wilson als Kronzeuge vor Gericht gegen ihn aussagen, was seine Brüder natürlich verhindern wollen und dabei aus dem vollen Mafiarepertoire inkl. Entführungen, Hinrichtungen, Bombenanschläge etc. schöpfen. Für eine Prise Romantik sorgt Bingbing Fan, die als Wilsons Freundin Julie ebenfalls ins Visier der Thailänder gerät…
Während der Trailer pure Non-Stop Action mit der Donnie Yen Show verspricht, müssen sich Fans beim Endprodukt in Geduld üben. Zwar haut der Grinseman auch anfangs mal kurz drauf, bis zum wirklichen Höhepunkt darf man sich rund eine Stunde gedulden, dann geht es allerdings ohne Pause bis zum Ende des Films mit den Naturgewalten Donnie Yen und Collin Chou rund. Bis dahin ist Flash Point ein solider Triaden Thriller mit ausreichender (wenn auch genretypischer) Charakterentwicklung, ohne jedoch mit neuen Ideen zu glänzen. Highlights des Films bleiben die eigestreuten Kampfszenen mit Yen, der im letzten Drittel des Films deutlich in den Vordergrund rückt und öfter mal wie geleckt ungeniert posieren darf. Dabei zieht Yen (der auch als Choreograph für die Action verantwortlich war) alle Register seines Könnens und präsentiert mit seinen Mitspielern abwechslungsreiche und realistische (die überdrehten Feuergefechte mal ausgenommen) Nahkämpfe, in denen teilweise auch beeindruckende Techniken aus dem Wrestlingbereich eingesetzten werden. Schade nur, daß nach der großen Action vergessen wurde, den mühsam aufgebauten Charakteren noch etwas Luft zu verschaffen um den, trotz einiger Mankos, absolut sehenswerten Film einen runderen Abschluß zu verpassen.
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