Pom Poko [å¹³æˆç‹¸åˆæˆ¦ã½ã‚“ã½ã“] – Japan 1994
Pünktlich zur deutschen DVD Veröffentlichung hat die HK DVD von Pom Poko ihren Weg in meinen DVD Player gefunden. Pom Poko erzählt die Geschichte zweier Marderhundgemeinden, deren gemeinsamer wäldlicher Lebensraum durch den Bau einer neuen Wohnsiedlung in der Nähe von Tokyo bedroht wird. Während sich die Gruppen anfangs noch gegeneinander um die knapper werdenden Lebensräume bekriegen, versöhnt die Stammesälteste Oroku die hitzköpfigen Anführer und so vereinen sich beide Gruppen im gemeinsamen Kampf gegen die vorrückenden Bautrupps der Menschen. Hierfür setzen die Tiere magische Fähigkeiten ein, mit deren Hilfe sie ihre Form und Erscheinung beliebig verändern können (Links dazu am Ende des Beitrags). In Form von Geistergestalten und Menschen verursachen die Tiere Unfälle auf der Riesenbaustelle, wobei es auch zu Todesfällen unter den Bauarbeitern kommt. Als diese Aktionen nicht den gewünschten Erfolg bringen, entschließen sich die Tiere unter der Führung herbeigerufener Weisen aus anderen Marderhundkolonien mit gemeinsamen Kräften ganz Tokyo ihren Mißmut über das Bauprojekt in Form einer riesigen Geisterparade (mit Gastauftritten diverser Ghibli Charaktere) mitzuteilen.
Pom Poko entstand unter der Regie von Miyazaki Busenkumpel und Studio Ghibli Mitbegründer Isao Takahata und ist für einen Ghibli Film etwas ungewöhnlich ausgefallen. Wirklich begeistern konnte mich der Film leider nicht, die Geschichte kommt zwischen der diversen, sehr unterhaltsam dargestellten Attacken der verwandelten Tiere und den nachträglichen Siegesfeiern bei fast 120 Minuten Laufzeit nie so wirklich vorran. Die einzelnen Charaktere werden leider kaum ausgebaut und auch die eingestreute Liebesgeschichte (die dem Film wohl zusammen mit dem faltbaren Riesenhoden der Tiere [YouTube Clip] ein R Rating in den USA eingebracht hat) tritt auf der Stelle und wird nicht weiter fortgeführt. Interessant hingegen waren die vielen Andeutungen auf buddhistische Traditionen, die vielfältige und skurrile japanische Sagen- und Geisterwelt und die Seitenhiebe auf die moderne japanische Gesellschaft. Zusammen mit dem unbefriedigenden Ende und der stellenweise mit dem Holzhammer vermittelten Ökobotschaft ist Pom Poko nach Das Königreich der Katzen für mich der bisher schwächste Film aus den Ghibli Studios.
Begleitende Links
Religion in Japan – Nausicaa.net FAQ
Pom Poko Trailer – IMDb
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