Kurzreviews: Februar 2007
LOVEFiLM und Semesterferien vorlesungsfreier Unterrichtszeit sei dank, konnte ich den vergangenen Monat einige Filme mehr im AHT sehen und kurz bewerten.
Thank You For Smoking – USA 2005
Jason Reitman zeigt mit Thank You For Smoking, daß Regietalent wohl doch vererblich ist. Tiefschwarzer Film über die Gefahren des Rauchens sowie der staatlichen Bevormundung, der die Zuschauer noch länger grübeln lässt was man sich von wem erzählen lassen sollte.
Angel-A – Frankreich 2005
Sehr schöner Film von Luc Besson, gute Leistung von Jamel Debbouze als notorischer Loser André, der durch die himmlische Rie Rasmussen gerettet wird…oder andersrum. Einzig das Ende wirkt ein etwas aufgesetzt, schmälert das Filmvergnügen aber nicht sonderlich.
Kids Return – Japan 1996
Ich hab nach ner knappen Stunde abgebrochen, war irgendwie nicht in Stimmung für ein japanisches Boxerdrama über zwei Rotzbengel vom Kitano Takeshi.
Walk The Line – USA 2005
Interessante Biographie über den Man in Black, Johnny Cash soll zu Lebzeiten Joaquin Phoenix angeblich selbst für Verkörperung seiner Selbst ausgesucht haben nachdem er von seiner Leistung in Gladiator so beeindruckt war. Auch für Leute die bisher nichts mit der Musik anfangen können zu empfehlen.
The Great Yokai War [Yôkai daisensô] – Japan 2005
Takashi Miikes Version eines kindgerechten Abenteuerfilms, mit viel Fantasie und einer unglaublichen Fülle an seltsamen Kreaturen aus der japanischen Fabelwelt (YÅkai) inszeniert. Ganz unterhaltsames Nachmittagskino das durch die YÅkai ein bisschen an Spirited Away erinnert, die Auflösung selbst ist jedoch unter aller Kanone. Versteh auch nicht, was so viele an Chiaki Kuriyama (Gogo aus Kill Bill) so toll finden, find das Mädel absolut unterirdisch. Fans können sich aber über ein paar Pantyshots von ihr freuen.
Citizen Dog – Thailand 2004
Amélie in Thailand, ähnlich abgedreht und farbenfroh kommt Citizen Dog daher. Leider merkt man dem Film ein bisschen an, daß er eigentlich nur eine Zusammenreihung einzelner Sketche ist, die Story wird gegen Ende etwas Fad. Bis dahin aber sehr schräg und sehr unterhaltsam.
Match Point – USA 2005
Mein zweiter abgebrochener Film diesen Monat, irgendwie haben mich die Probleme von neureichen Londonern doch nicht so sehr interessiert wie ich dachte. Selbst die Sexszenen mit lovely Scarlett konnten mich da nicht länger vor der Leinwand fesseln.
Curse of the Golden Flower – HK/China 2006
Opulentes Kostümdrama, storytechnisch nicht sonderlich aufregen aber imposant inszeniert. Wer Dauerkämpfe à la House of Flying Daggers erwartet wird enttäuscht sein, da es im Film nur drei Kämpfe und zwei Massenschlachten gibt. Hat mich sehr an The Banquet erinnert, übertrumpft den Film jedoch durch pure Ausstattung.
Nacho Libre – USA 2006
Najo, teilweise arg simpel erzählter und nur mittelmässig lustiger Film mit Jack Black als leicht übergewichtiger Mönch Ignacio der für die Waisenkinder seines Klosters in den Wrestlingring steigt. Ana de la Reguera als Schwester Encarnación hat allerdings über einige mittelmäßige Szenen hinweg geholfen.
Pan’s Labyrinth – Spanien 2006
Sehr schöner Film, wenn auch leider nicht ganz das Meisterwerk, für das er im Vorfeld von vielen erklärt wurde. Wirkt teilweise wie zwei unterschiedliche Filme die nebeneinander herlaufen und sich für meinen Geschmack zu selten wirklich überschneiden. Der durch Trailer und Vorankündigungen hervorgehobene Fantasyanteil liegt bei bei vielleicht 35%, der “Rest” ist ein knallhartes Drama über Menschen im spanischen Bürgerkrieg. Trotzdem ganz klare Empfehlung von mir, man sollte nur seine Erwartungshaltung dem Film gegenüber ein bisschen ändern und kein Fantasyepos erwarten, denn dafür wird die Welt in der sich die sehr gut gespielte Ofelia zurück zieht leider zu kurz angerissen.
Und was lief bei euch so?




Grammaton Cleric
Siehe Blog…
Kevin
Densha Otoko – Train Main – A True Love Story
Zum ersten mal nen japanischen Film mit Untertitel gesehen und nach dem Ende für gut befunden. Mir hat die Geschichte sehr gefallen, wie der Hauptcharakter sich langsam verändert aber auch mit den neuen Sachen bis zum Schluß nicht sein Ich verliert. Die Chatleute haben mir auch super gefallen (die Frau ist hübsch! nicht die Krankenschwester jetzt). Einzig Hermes hat mir irgendwie nicht so gut gefallen, ausgerechnet das Mädel das der gute Trainman erobern will. Natürlich konnte man ihm keine zweite Otaku hinstellen, aber irgendwen der etwas sympathischer wäre vielleicht, diese Frau allerdings kam mir zu hochgezogen und…konservativ vor. Das Ende war okey, aber ich hätte mir besseres vorstellen können. Alles in allem trotzdem nen super Film.
Heute, Wochenende oder Montag kommt dann Pans Labyrinth dran, bin schon gespannt. Hätts aber schön gefunden wenn der Fantasyanteil bei 50% ode rmehr gelegen hätte, aber so wird es denke ich für mich auch in Ordnung sein.
Axel