Baton: Trailer zum Rotoscope Anime von den Versus und Lily Chou-Chou Regisseuren
Baton ist ein Animationsfilm von Ryuhei Kitamura (Versus, Azumi) und Shunji Iwai (April Story, All About Lily Chou-Chou), der anlässlich des 150. Geburtstages der Stadt Yokohama vom US Studio Titmouse produziert wird und (erstmal) exklusiv ab Ende April auf dem Stadtfest gezeigt werden soll. In drei rund 20 Minuten langen Episoden wird die Geschichte von Apollo (Aya Ueto) und Micha(e?)l (Hayato Ichihara) erzählt, die in naher Zukunft zusammen mit Robotern auf der Erde hausen.
Die Episoden werden vom US Animationsstudio titmouse (huh?) in einem Mix aus “traditional rotoscope animation with added 2D and 3D effects” produziert, der auf mich ein bisschen wie A Scanner Darkly betrinkt sich mit Freedom auf einer Party von Ralph Bakshi wirkt.
Update: Nippon Cinema hat noch ein paar Storydetails aufgetrieben:
On Planet Abel, humans and robots co-exist. One day a mysterious stowaway on a transport vessel tries to invade the planet, but is discovered by Apollo (Hayato Ichihara), a robot that looks like a human; and Mikaru (Aya Ueto), a human that looks like a robot. The stowaway had in his possession a memory chip containing the latest in camouflage software, the mysterious “Cipher” OS. Apollo takes the Cipher chip simply for fun, but has no idea what he’s getting himself into. He suddenly starts acting strange, but Mikaru has no idea what’s wrong or that Cipher is behind it. What exactly is Cipher? What sort of secrets does it hold? Apollo and Mikaru will unravel a mystery encompassing the past, present, and future to find out.
[via Twitch & Nippon Cinema]
Tags: Anime, Baton, Japan, Rotoscope, Ryuhei Kitamura, Shunji Iwai, Trailer




R3
Robert Short
Ich liebe Rotoscope, habe ich mich doch erst kürzlich noch gefreut, dass
Bakshis “Feuer und Eis” als Mediabook-Blu-ray neu aufgelegt wurde.
Und Scanner Darkly im Rotoscope-Stil war eine congeniale Umsetzung der Buchvorlage von Philip K. Dick.
Ich würde mir mehr solcher Filme wünschen. Schade, dass es so wenige Typen wie Bakshi gibt, die auch mal den Mut hatten, jenseits vom Disney-Familien-Kitsch auch andere Stoffe im Animationsstil umzusetzen.
Komisch oder: CGI-Animationen und Zeichentrick werden in der westlichen Welt größtenteils bestenfalls als Familienunterhaltung angeboten.
Ernstere Themen scheint man hierzulande den Leuten nicht zumuten zu wollen.
Dabei zeigen Filme wie “Waltz with Bashir”, dass es durchaus möglich ist.
Und unterm Strich ist ein Film wie “Avatar” auch nur ein CGI-Animationsfilm, auch wenn hier und da noch ein paar reale Schauspieler auftauchen.
Bin gespannt, ob man in den nächsten Jahren diesbezüglich vielleicht doch noch umdenkt.
Bin etwas vom Thema abgekommen. Sorry.
Jedenfalls freue ich mich immer, wenn so Filme wie “Baton” auf den Markt erscheinen.