Departures & La Maison en Petits Cubes: Trailer und Clips zu den japanischen Oscargewinnern
Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, daß ich vor der vergangenen Oscarverleihung weder von Yojiro Takitas Departures (Okuribito [おくりびと]) noch von Kunio Katos Animationskurzfilm La Maison en Petits Cubes (Tsumiki no ie) etwas gehört habe. Um diese Lücke bei mir (und bestimmt auch bei einigen von euch) zu füllen, hier ein paar Worte und bewegte Bilder zu beiden Filmen.
Departures handelt vom jungen Cellisten Daigo Kobayashi (Masahiro Motoki) der nach der Auflösung seines Orchesters zusammen mit seiner Frau Mika (Ryoko Hirosue) in seiner Heimatdorf zurück kehr. Im Glauben sich für einen Job in einem Reisebüro (daher der Titel Departure = Abfahrt/Abreise) beworben zu haben, landet Daigo in einem Krematorium in der er aus Geldnot einen Job als Leichenrestaurator annimmt und dabei seine wahre Bestimmung zu finden scheint. Departures ist der erste japanische Film, der einen Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film gewonnen hat.
Englisch untertitelter Trailer bei YouTube
In der Kategorie Bester animierter Kurzfilm wurde Kunio Katos La Maison en Petits Cubes ausgezeichnet. Darin kämpft ein einsamer alter Mann gegen die langsam steigende Flut an, indem er sein Haus in bester Bauklotzmanier immer weiter in die Höhe wachsen lässt. Als er eines Tages gezwungen ist in die versunkenen Teile seines Hauses herabzutauchen durchlebt er dort längst vergessene Teile seines alten Lebens neu.
Der kompletten Kurzfilm gibt es bei den üblichen Verdächtigen, werd mich aber hüten den Kram hier zu verlinken…




Cait
your personal robot
Und der Trailer vom langen macht auch sehr Lust auf mehr.
Gibt Hollywood nach Jahrzehnten wohl mal zu, dass aus Japan gute Filme kommen.
Aber so viele Awards könnten die gar nicht herstellen, wie es Filme gibt
Nils
Ulrik | @aht_blog
Danke für den Link, werds nachher einpflegen…und mal so schauen was der Regisseur vorher für Schmuddelkrams gemacht hat.
R3
Warum sollen die das nach Jahrzehnten zugeben? Mag sein, dass die Nominierungen seit Beginn der 80er ausblieben und man viel Kurosawa zu verdanken hat, aber ich denke nicht, dass Hollywood erst mit diesem Oscar zugibt, dass aus Japan gute Filme kommen. Das ist Schwachsinn und ich denke auch nicht Aufgabe des Oscars.
Generell muss ich sagen, dass der überraschende Oscar an diesen Film doch ganz erfreulich ist, nachdem letztes Jahr “2 Monate, 3 Wochen, 4 Tage” nicht mal unter den Top 5 gewesen ist, was ich noch weniger verstehen kann als der Oscar an “no man’s land” und nicht amelie seinerzeit. Scheint vielleicht Qualität vor interessanten Themen, aber schlechten Filmen (Baader Meinhof, Die Fälscher) durchzusetzen.