An Empress And The Warriors: Review

An Empress And The Warriors – China/Hong Kong 2008
An Empress And The Warriors aka Prinzessin Feiers lauwarmer Sommertraum hat auf dem Papier eigentlich alles, was ein epischer Historienfilm über ein chinesischen Königreiches so braucht, intrigante Generäle, eine Prinzessin die zwischen Liebe und Thron hin und her gerissen ist sowie ordentliche Massenschlachten mit einem langhaarigen Donnie Yen als führenden General.
Schade nur, daß das ganze schon nach wenigen Minuten unsanft auf der Schnauze landet. Die an sich schon seichte Geschichte über die unfreiwillige Thronfolgerin Yen Feier (Kelly Chen), die sich auf der Flucht vor den Attentätern ihres eifersüchtigen Cousins in den einsam im Wald lebenden Krieger Duan Lan-quan (Leon Lai) verliebt und für ihn ihr Königreich sowie ihren getreuen General Muyong Xuehu (Donnie Yen) aufgibt, wird leider nicht sonderlich spannend erzählt und zieht sich trotz der kurzen Laufzeit von nichtmal 100 Minuten unnötig.
Die im Trailer versprochenen Schlachten sind zwar mit (für meinen Geschmack fast schon unpraktisch) prächtig ausgestatteten Kriegern und den, etwas an Gladiator erinnernden, Streitwagen episch inszeniert, bleiben jedoch in Sachen Durchschlagskraft und Emotionen hinter den etwas kleineren Schlachtszenen von The Warlords zurück. Auch wenn man sich bei Empress die Mühe gemacht hat einen ordentlichen eigenen Soundtrack zu komponieren und nicht in die Pirates of the Carribbean Musikkiste gegriffen hat.
Ebenfalls flach bleiben die Charaktere, allen voran Prinzessin Feier die innerhalb weniger Filmminuten von der fürsorglichen Prinzessin dank Donnie Yens Training in bester Rocky Trainingsmanier zur Kriegerprinzessin mutiert, nur um sich mit trotzigen Blick in ihren einsamen Retter zu verlieben und mit ihm ballonfliegenderweise eine Ballade anzustimmen. Schade nur, daß man Kelly Chen keine der Rollen abnimmt, irgendwie passt die Frau nicht in die dargestellte Epoche und wirkt ständig wie ein Fremkörper um den alle anderen Charaktere nur herum spielen.
Donnie Yen Fans dürften ebenfalls wenig Freude an ihrem MMA Idol haben, auch wenn der seine Rolle als ewig treuer und grimmig dreinschauender General besser spielt als Chen ihre Prinzessin, bleibt er deutlich hinter seinen (kampftechnischen) Möglichkeiten und darf lediglich in den letzten Minuten (von seiner Rüstung befreit) ein paar Ärsche treten.

Insgesamt also mehr als lau was Regisseur Ching Siu-tung und sein Team als ihren Beitrag zur großen Flut der chinesischen Historienschinken hier abgeliefert haben, vielleicht hätte man das ganze auch von Anfang an als mittelalterliche Liebesdrama anstelle eines Geschichtsepos verkaufen sollen. Dann allerdings mit einem passenden Ersatz für Kelly Chen und ohne Donnie Yen, damit bei Actionfans erst garkeine Hoffnungen geweckt werden.

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1 Kommentar


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Ein Kommentar zu “An Empress And The Warriors: Review”

  1. 07. Juni 2008 | 15:32 Uhr
    MD-Krauser
    sehe ich ähnlich. Hab die ganze Zeit nur gehofft, das endlich was passiert oder der Film schnell zu Ende geht. Habe noch Three Kingdoms hier rumliegen, hoffe das ist der bessere Historienfilm.